Für Teil 1 —> HIER 

Ich öffne meine Augen, und da der erste Blick auf die Theke meines Lieblingspubs und nicht auf die Decke über meinem Bett fällt, weiß ich, dass der gestrige Tag real war. 

Ziemlich verkatert Blicke ich mich um, nur um festzustellen, dass die Flasche Whiskey leer ist, und auf dem Tresen alles genauso liegt, wie ich es gestern hingelegt habe. Zigaretten, Pistole, Feuerzeug. 
Ich schnappe mir die Knarre, zünde eine Zigarette an und nehme einen Schluck aus einer neuen Flasche Whiskey. 
Ich verlasse den Pub und steige in den Wagen ein. “Denk nach!” sage ich zu mir… Groben Plan geschiedet. 
Als erstes fahre ich mit dem Auto die paar Meter zum DM. Währenddessen fahre ich einige Tische und Stühle um, offenbar habe ich noch gut einen Sitzen. 
Am DM angekommen nutze ich die Pistole, mein Universalschlüssel, und schieße in die Scheibe. Im DM schnappe ich mir einen Einkaufskorb. Dort packe ich Zahnbürste, Zahnpasta, eine Flasche Wasser und Zigaretten rein. 
Während ich am Auto mir die die Zähne putze, fällt mein Blick auf ein Balkon, ziemlich hoch, in der für gewöhnlich besten Lage der Stadt. Was hier die Wohnung sonst so kosten würde…
Ich gehe auf die Haustür zu, und ziehe mit einem inzwischen geübten Griff die Pistole und will die Scheibe der Tür einschießen, bis ich feststelle, dass diese ja offen ist. Ich gehe die Treppe hoch in den 4. und letzten Stockwerk, die Flasche Whiskey immer noch in der Hand. An der Tür angekommen trete ich diese ein, und befinde mich in einer erstaunlich geilen, hellen Loft-Wohnung. Es dauert nicht lange, bis ich mich zurecht gefunden habe. Ich nehme auf einer erstaunlich bequemen Couch Platz, schließe die Augen und denke an. Nach einigen Schlückchen stehe ich auf, und spaziere durch die Wohnung. Offenbar gehört sie… Nein, hat gehört einem Mann. Ich schaue im Schlafzimmer, schaue mir seine Klamotten an. Leider alles viel zu klein. Nicht tragisch. Es gibt ja später genug Geschäfte, in denen ich “einkaufen” kann.
In der Küche schnappe ich mir ein Blatt Papier und mache mir eine Liste, was ich alles brauchen werde.  Sobald die Liste fertig ist, durchsuche ich die Küche nach Essbaren. Dummerweise finde ich nur Bio-Öko-Vegan-Scheiß. Die Lage ist ernst, aber so tief bin ich nun doch nicht gesunken. Runter zum Auto, die erste Station führt mich zum nahgelegenen Rewe. Ravioli kalt. Wie auf einem Festival. Geht.
Nachdem ich gegessen habe, beschließe ich mich ein bisschen zusammenzureißen, steige in den Wagen ein und fahre zum Baumarkt. 
Dort angekommen ziehe ich zwei Einkaufswägen hinter mir her. Ich packe Batterien, Taschenlampen, Benzinkanister. Werkzeug, Natürlich nur das teuerste. Denke sogar an Handschuhe, neue Sicherheitsschuhe. 

In der Gartenabteilung überlege ich kurz, und Stelle fest, dass wenn auch momentan die Supermärkte voller Konserven sind, auch diese irgendwann ausgehen werden. Also lade ich mehrere Blumenkästen, Erde, Dünger und Samen einiger Gemüse-Pflanzen ein. Daneben dann auch anderes Zubehör. 
Nachdem ich aber feststelle, dass das Auto jetzt schon voll ist, suche ich nach einer größeren Alternative. Ich entdecke auf der Straße einen größeren Transporter. Nachdem ich alles aus dem einen und das andere Auto geladen habe, Kerze ich zum Baumarkt zurück und suche das, weswegen ich eigentlich hierher gekommen bin. In der Kfz-Abteilung werde ich fündig und verlasse den Laden mit mehreren Autobatterien. 
Nachdem ich ich das alles in meine neue Wohnung gebracht habe, gehe ich auf Shoppingtour. 
Dann passiert wohl sowas wie ein Zeitsprung. Auf einmal sind wohl schon einige Monate vergangen, ich habe mich eingelebt, irgendwie steht die selbstgebaute Windkraftanlage. 
Auf einer meiner täglichen Touren durch die Geschäfte und Wohnungen der Altstadt komme ich erneut an dem Rewe, aber irgendwas ist dieses Mal anders. Ich höre ein Geräusch aus dem Geschäft kommen. Zuerst denke ich an einen der zahlreiche Hunde, welche inzwischen durch die Stadt streunen und ziemlich agressiv sind. Also nehme ich mein G36 in den Anschlag, entsichere und gehe langsam in den Laden rein. 
Und dann steht sie da. Eine junge Frau. Während ich auf sie, und sie auf mich zielt, schauen wir uns verdutzt an. 
So hören diese Träume meistens auf. Ich kann auch nicht beschreiben, wie sie aussieht, aber ich weiß, dass sie wunderschön war. 
Und da war’s. Mehr passiert in diesen Träumen nicht. Kein HappyEnd. Ein beschissener Cliffhanger. 

Ich werde mal die Tage schreiben, wie ich mir das vorstelle, was ich täte, wenn ich wirklich der letzte Mensch auf der Welt wäre. 

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s